Streit unter Nachbarn

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie oder weshalb Immobilien gekauft oder gemietet werden. Ob gemietet oder gekauft, wohnen oder geschäftlich: Sobald es um die eigenen vier Wände geht, kommen schnell Emotionen ins Spiel. Selbst Kleinigkeiten können ungeahntes Konfliktpotenzial in sich bergen. Es ist in jedem Fall sinnvoll, einen Konflikt nicht eskalieren zu lassen, sondern sich frühzeitig, in Ruhe und mit Sachverstand mit den unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen auseinanderzusetzen.

Wenn die Wohnung oder das Geschäftslokal «nur» gemietet ist, halten sich Kosten und Emotionen im Streitfall meist einigermassen in Grenzen, denn ein Standortwechsel ist vergleichsweise einfach zu realisieren.

Wenn es sich aber um Eigentum handelt und man mit der Nachbarschaft uneins ist, dann kann die Sache schnell komplett anders aussehen: Die Suche nach einem Käufer oder einer Käuferin - eventuell mit Unterstützung eines Maklers -, Handänderungssteuern, Notariatsgebühren, Bankgebühren für eine vorzeitig gekündigte Hypothek etc., fallen finanziell ins Gewicht. Und weil auch am neuen Ort gewohnt oder gearbeitet werden muss, kommen für die neue Adresse schnell weitere erhebliche Beträge zusammen.

Nebst den finanziellen Aspekten sind gerade für Eigentümer die emotionalen Auswirkungen bei einem Nachbarschaftsstreit gravierend. Sei es «nur» wegen eines nicht regelkonform abgestellten Velos, zu lauter Musik, zu rauschenden Partys, Grillen auf dem Balkon, unaufgeräumter Waschküche etc. Die Streitgründe sind ebenso mannigfaltig, wie wir Menschen unterschiedlich. Seien wir ehrlich, wir alle haben unsere persönlichen Reizthemen!

«Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt».
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, IV

Schnell wird deshalb ein juristischer Prozess angestrengt, welcher sich im schlimmsten Fall über Monate oder Jahre hinziehen kann. Freude hat kaum jemand an der Situation, weder während noch danach. Man liegt im Clinch miteinander und läuft sich doch immer wieder über den Weg.

Oft fühlen wir uns nur schon deshalb provoziert, weil wir das Verhalten der Anderen nicht verstehen und ihnen - den Anderen - im Gegenzug nicht bewusst ist, wie sie mit ihrem Tun auf uns wirken.

Was also tun, wenn man sich auch weiterhin «in die Augen schauen muss»? Wäre es nicht schön, wenn dies trotz unterschiedlicher Ansichten und Bedürfnisse machbar wäre? Eigentlich ist es gar nicht so schwer: «Mer mues halt rede mitenand.» ... und dies am Besten dann, wenn der Streit noch nicht in vollem Gange ist.

Wie wäre es, wenn Sie einen unkonventionellen Weg gehen und gar nicht erst mit Ihren Nachbarn zu streiten beginnen? Ich begleite Sie und Ihr Umfeld gerne, wenn Sie gemeinsam Ihre ganz individuellen «Spielregeln» für den Umgang mit einander aufstellen. Sie werden staunen, wenn Sie erleben, was ohne vorherige Streitgeschichte für unkonventionelle und deshalb für alle passende Lösungen gefunden werden können!

Ich benütze meine mediativen «Werkzeuge» am liebsten dann, wenn es noch gar keinen Konflikt zu regeln gibt. Wenn alle Beteiligten den Mut haben, mündig und eigenverantwortlich über mögliche Unklarheiten und Reibungspunkte zu diskutieren, bevor diese überhaupt spürbar sind.


Mit Blick zurück auf obiges Zitat: Dem Gessler ist der Streit seinerzeit auch nicht gut bekommen. Weshalb nicht einmal einen anderen Weg gehen? - Es gibt nicht nur die Hohle Gasse!

P.S. ... und wenn der Umgang mit den Nachbarn, Mitbesitzern, Mietern oder Vermietern leider doch schon nicht mehr so einfach ist, wie Sie es sich wünschen, unterstütze ich Sie gerne dabei, die Situation zu beruhigen, Reibungspunkte aus der Welt zu schaffen und das Miteinander neu zu organisieren, sodass Sie einander in Zukunft wieder entspannt, freundlich und aufgeschlossen begegnen können.

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