Corona-Krise@Home und überall dicke Luft

«Bleiben Sie zuhause», appelliert der Bundesrat bei jeder Gelegenheit. Die meisten halten sich mehr oder weniger freiwillig daran. Doch in der Partnerschaft und in der Familie mit Kindern ist dies nicht immer einfach zu bewerkstelligen und das Konfliktpotenzial ist gross. Wenn in Zeiten von Corona Homeoffice, Quarantäne, Familienleben, Homeschooling zu Sorgen um die Gesundheit des Partner / der Partnerin, der Eltern, Kinder oder Freunde und Nachbarn kommen und wenn auch noch die Angst vor Jobverlust oder zu nahes «aufeinander hocken» hinzukommen, ist der Stress gross und ein Streit schnell in «Griffnähe». In Frieden und Harmonie mit sich und seinen Lieben zu leben, kann schon zu normalen Zeiten eine Herausforderung sein, aber zu Zeiten des staatlich verordneten Lockdowns wegen Corona rasch zu einer besonderen Belastung werden.

Jetzt gilt die Devise: Nur nicht durchdrehen und alles tun, um häuslichen Konflikten so gut es geht, vorzubeugen! Seien Sie ein bisschen grosszügig - mit sich und allen anderen - und verringern Sie Ihre Ansprüche. Je grösser der Druck ist, den Sie auf sich und alle anderen ausüben, umso schneller eskaliert die Situation.

Wenn wegen des Corona-Lockdowns die Platzverhältnisse eng sind, der Partner / die Partnerin am gleichen Tisch ihren Computer aufgestellt hat und ebenfalls versucht zu arbeiten, in Ruhe telefonieren nicht (mehr) möglich ist, die Kinder quengelig sind und aktive Verdrängung nicht mehr funktioniert, dann ist sie da, die Extremsituation. Erschwerend kommt hinzu, dass die bewährten Ablenkungs- und Ausweichmöglichkeiten wie z.B. ein Treffen mit Kollegen in der Bar, das gemütliche Plauderstündchen mit der besten Freundin / dem besten Freund oder das Auspowern im Fitnesscenter in Zeiten von Corona nicht wie gewohnt möglich sind. Das Ergebnis: Die Nerven liegen blank und schon schwindet die mühsam aufgebaute soziale und emotionale Kontrolle.

In jeder längeren Beziehung gibt es sich wiederholende Konfliktmuster. Schliesslich kennt man sich und die gegenseitigen Stärken und Schwächen aus dem Effeff und jeder hat Eigenschaften, die den Partner oder die Partnerin unweigerlich zur Weissglut bringen. Und dies unabhängig davon, ob der «Streitpartner» bereits erwachsen ist oder es erst noch werden will.

Besondere Umstände erfordern besondere Massnahmen. Alle Mitglieder der Familie oder der Wohngemeinschaft müssen sich so gut es geht auf die neuen Gegebenheiten einstellen und mehr Rücksicht aufeinander nehmen, als sie das üblicherweise tun.

Konfliktprävention oder Streitlösung mit Mediation

Wie immer, sind die Handlungsmöglichkeiten in der Prävention deutlich grösser, als wenn die Situation noch nicht eskaliert ist. Es ist deshalb sinnvoll, dass Sie sich so schnell wie möglich Unterstützung von aussen holen, sobald Sie merken, dass die Anspannung grösser und grösser wird, Sie nicht mehr ruhig miteinander sprechen können, sondern sich gegenseitig nur noch anfauchen.

Sollte «es» aber bereits soweit sein und Sie stecken mitten in einem Streit, ist es sehr wichtig, dass Sie versuchen, den Konflikt so schnell und so gut es geht, zu bereinigen. Dies umso mehr, als dass wir alle derzeit nicht wissen, wie lange die Corona Krise und der damit einhergehende Lockdown noch andauern werden und wie lange wir in der aktuellen Situation mehr oder weniger feststecken.

Ich bin in dieser aussergewöhnlichen Zeit für Sie da und biete Ihnen gerne meine Unterstützung als Mediatorin an. In «normalen» Zeiten würde dies bedeuten, dass wir uns persönlich treffen würden, um Ihren Streit zu lösen. Der persönliche Kontakt ist Zeiten von Corona wenig sinnvoll, deshalb ist das vernünftigste Kommunikationsmittel - bis der Lockdown vorbei ist - eine Video-Konferenz. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf, damit wir Ihr Anliegen, das weitere Vorgehen und die bestehenden Möglichkeiten besprechen können.

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